• P r o d u k t i o n e n

  • A L I S S A

    Eine altmodische Komödie mit Happy End von Charles Lewinsky

    Uraufführung: 26. oder 27. April 2019



    «Eine altmodische Komödie mit Happy End» – schon die Gattungsbezeichnung macht deutlich, dass die Geschichte nicht allzu schwer daherkommt. Obwohl die Probleme, mit der die Hauptfigur zu kämpfen hat, durchaus ernsthafter Natur sind. Weil nach den Vorschriften Alleinstehende dort nicht leben dürfen, soll der alte Herr das Genossenschaftshäuschen verlassen, in dem er fast sein ganzes Leben verbracht hat. Das bringt ihn gewaltig durcheinander – und schließlich auf eine verrückte Idee. Die letzten Endes sogar funktioniert, wenn auch ganz anders, als er es sich ausgedacht hatte.

    Besetzung (wird laufend aktualisiert)

    Urs Bihler spielt Walter Keller, einen Bahnschaffner im Ruhestand

    Backstage (wird laufend aktualisiert)

    Autor – Charles Lewinsky
    Regie – Reto Lang
    Kostüme – Brigitte Wolf

    Diese Produktion wird unterstützt von:
    • Stiftung Jaberg Langenthal

  • C A F E T E R I A

    Eine Komödie von Franz Hohler

    Uraufführung: 9. Februar 2018



    Die Filiale einer Grossbank erhält von der Zentrale die Aufforderung, aus Imagegründen mehr Frauen in leitenden Funktionen einzustellen. Als einzige kurzfristige Möglichkeit bietet sich an, die Kassierin der Cafeteria zur Chefin der Cafeteria zu befördern. Mit Schwung und einer ungewöhnlichen Gesprächspartnerin geht Leni Miescher die neue Aufgabe an und erzielt unerwartete Resultate. Eigenwillig, phantasievoll und bodenständig werden nach und nach auch die monetären Geschäfte getätigt. Von einer Cafeteria aus eine ganze Bank aufmischen, das ist ihre Devise.

    Dass dies insbesondere bei den Fachmännern der Bank nicht gut ankommt, ist zu erwarten. Mit allen Mitteln versuchen sie die Machenschaften der selbstberufenen Bankfrau zu unterbinden. Doch kein Mittel führt zum Ziel, im Gegenteil: letztlich verliert sogar der Direktor seinen Posten und Leni Miescher wird von der Konzernleitung weiter befördert.

    Aber eben, Bankgeschäfte können riskante Geschäfte sein, vor allem wenn diese auf Trends und kurzfristige Erfolge ausgerichtet sind. So ist es nur sinnig, dass Leni am Schluss wieder am Tresen der Cafeteria steht.

    Besetzung

    Leni Miescher, Kassierin Cafeteria der Bank IBB – Marlise Fischer
    Herr Liechti, Kontoaufsicht IBB / Direktor der Filiale IBB – Frank Demenga
    Herr Schlegel, Personalchef / Herr Wasmuth, Investment Banking IBB – Peter Zimmermann
    Herr Pellegrini, Private Banking IBB – Luc Müller
    Herr Freudiger, Chef Cafeteria / Herr Steiner, Chef der Pensionskasse Misericode – Kaspar Weiss

    Backstage

    Autor – Franz Hohler
    Regie – Reto Lang
    Bühne – Reto Lang, Valerie Bartholdy
    Sound – Volker Dübener
    Kostüme – Brigitte Wolf
    Maske – Monika Malagoli
    Projektionen – Volker Dübener
    Regieassistenz – Christoph Geiser

  • D I N N E R   F O R   O N E

    Es Znacht für ei Einzigi

    Uraufführung: 31. Dezember 2017



    Dass der Sketch «Dinner for one» recht eigentlich aus der Schweiz kommt, war bis anhin ein wohlgehütetes Geheimnis. Verantwortlich für diesen Mantel des Schweigens ist die Internationale Sherlock Holmes Society. «Warum dies? Weshalb ausgerechnet die Internationale Sherlock Holmes Society?» Deswegen! Eingehende Recherchen zeigen den Weg, den die Bauernburleske «Die rychi Büri» vom Oberaargau via Berner Oberland nach England genommen hat.

    Besetzung

    Erzähler – Peter Zimmermann
    Bäuerin, Fräulein Sophie – Marlise Fischer
    Magd, James – Karin Wirthner

    Backstage

    Autoren – Pedro Lenz, Wolfgang Bortlik
    Regie, Bühne – Reto Lang
    Kostüme – Brigitte Wolf
    Maske – Monika Malagoli
    Regieassistenz – Elisabeth Steiner-Rohrbach

  • D S   C H L I N E R E   Ü B E L

    Es Dorf schuflet a sire Zuekunft
    Uraufführung: 29. Oktober 2016



    Bolliswil, ein Dorf im Oberaargau, ein Dorf wie jedes andere – abgesehen vielleicht von einer alten Fabrik. Die alte Bleiche steht seit Jahren leer, ihre Zukunft wird das Dorf prägen. Investoren und Architekten bemühen sich um sie. Der Gemeindepräsident weibelt, angetrieben von seiner Frau, die Banken versprechen niedrige Zinsen. Die Bevölkerung zögert, sagt schließlich Ja, um Schlimmeres abzuwenden.Der Gemeinderat jubelt – hat aber nicht mit Andreas Rüesch gerechnet, einem Landwirt, der sich quer stellt. Er hat Macht, denn ihm gehört ein Teil jener Parzelle, eine kleine Weide, welche die Gemeinde benötigt, um die Bleiche in ein neues Zentrum zu verwandeln.Ob dieser Landwirt lediglich stur ist, oder ob er seine Gründe hat, weiß im Dorf kaum einer zu sagen – Rodwina ist womöglich die einzige, die ihn versteht. Bosnien kennt sie zwar besser als Bolliswil, das hat mit ihrer Geschichte zu tun, und oft fängt sie, weil sie fremd ist, missgünstige Blicke ein. Das ändert nichts daran, dass in der Eintracht, wo sie im Service arbeitet, alle Fäden zusammenlaufen. Auch die Fäden, welche um die alte Bleiche gesponnen werden.

    Besetzung

    Theres Lüthi, Gemeindepräsidentin – Marlise Fischer
    Stephanie Anklin, Architektin – Anne Hodler
    Rodwina, serbisch stämmige Ärztin – Karin Wirthner
    Andreas Res Rüfenacht, Teilzeit-Bauer – Frank Demenga
    Thorsten Detmold, Kantonsangestellter – Peter Zimmermann

    Backstage

    Autoren – Matthias Kunz, Urs Mannhart
    Regie – Reto Lang
    Bühne – Peter Affentranger
    Kostüme – Brigitte Wolf
    Maske – Monika Malagoli
    Musik – Volker Dübener
    Regieassistenz – Chiara Lang

  • D I E   B E S E T Z U N G

    Ein Theater-Stück von Charles Lewinsky

    Uraufführungen: 30. April 2016 (mit Danielle Green)
    22. April 2017 (mit Anne Hodler)



    Ein Theater-Stück in der mehrfachen Bedeutung des Wortes: Eine Bühne ist nicht nur der Ort der Handlung, sondern auch ihr Thema. Es geht um die Frage, was gegen die immer radikaleren Sparmassnahmen unternommen werden kann, von denen die Existenz immer mehr staatlich subventionierter Bühnen bedroht ist. Kann man als Theatermacher überhaupt etwas dagegen tun? Oder ist die grosse Zeit der Stadttheater endgültig vorbei?

    Zwei sich gegenseitig ausschliessende Arten, die Welt – und die Bretter, die eben diese Welt bedeuten – zu betrachten, stossen in einem Dialog aufeinander, der immer mehr zum Zweikampf wird. Paula Völlmer vertritt die Beratungsfirma, die der Stadt radikale Einschnitte im Theaterhaushalt vorschlagen will. «Mit Zahlen lässt sich nicht diskutieren» ist ihr Credo, und sie kann nicht verstehen, warum ihr Gegenspieler sich von ihren so sauber durchgerechneten Argumenten nicht überzeugen lassen will.

    Dieser Gegenspieler ist Joachim Albrecht, ein alter Schauspieler, der bereit ist, auch die ausgefallensten Methoden zu versuchen, um das Theater zu retten, in dessen Ensemble er seit vielen Jahren der Star ist. Und er schlüpft für diesen Kampf in immer neue Rollen. Sie kämpft mit den Mitteln der Logik und der Vernunft, während er die Mittel des Theaters einsetzt. Rationalität stösst auf Phantasie, Sachlichkeit auf Zauber. Und während sich die beiden bekämpfen, kommen sie sich näher. So nahe, dass am Schluss nichts mehr so klar und eindeutig ist, wie es am Anfang erschien.

    Besetzung

    Joachim Albrecht, Schauspieler – Andrea Zogg
    Paula Völlmer, von Liesendahl & Partner – Anne Hodler (bis Frühjahr 2017 Danielle Green)

    Backstage

    Autor – Charles Lewinsky
    Regie – Reto Lang
    Bühne – Reto lang, Peter Aeschbacher
    Kostüme – Brigitte Wolf
    Maske – Monika Malagoli
    Regieassistenz – Marlise Fischer, Saima Sägesser

  • L Ö Ö L I - S H O W

    TV-Satire von Frank Demenga

    Uraufführung: 14. November 2015



    Im nationalen Fernsehen wird eine neue grosse Show vorbereitet; das Thema: «Die vernetzte Welt von morgen». Neben Stars sollen auch Informatiker, Zukunftsforscher und Politiker auftreten und ihre Statements abgeben. Und damit alles nicht zu ernst daherkommt, braucht es einen Komiker: Über die Ewiggestrigen, die Stehengebliebenen, die Tubelis, soll herzhaft gelacht werden.Fredy Münger, ein Kabarettist alter Schule, der über Jahrzehnte mit seinen sprach-sinn-verdreht-komischen Polittexten das Publikum bestens unterhalten konnte, findet kaum mehr ein Engagement. Die geplante Fernsehshow sollte sein Comeback sein. Selbst mit der Technik auf Kriegsfuss stehend, ist er für die Fernsehverantwortlichen die ideale Besetzung für die geplante «Lööli-Show». Die ersten Proben mit dem Showmaster und der Regie verlaufen vielversprechend. «Das wird ein Knüller», ist sich die TV-Direktorin sicher. Doch niemand hat mit dem radikalen Kern, der sich hinter der sympathischen Maske des tumben Fredy Münger verbirgt, gerechnet. Auch seine Spielpartnerin, die attraktive Vollblutschauspielerin, Regisseurin und Self-Managerin Katharina von Gibsburg nicht.

    Besetzung

    Fredy Münger alias Froz zor – Frank Demenga
    Katharina von Gipsburg / Céline – Karin Wirthner
    Thommy – Christian Intorp
    Rosi / Maria Fuchs-Locher / Frau Stanic / Sophie Schmidt – Marlise Fischer
    Michi / Gerd Welbing / Berndt Conrad / Harald Litzner – Kaspar Weiss
    Lisa Monti – Yvonne Baumer
    Conny Brown – Iulia Andreea Smeu
    Tänzerinnen – Busted Dance Crew

    Backstage

    Autor – Frank Demenga
    Musik – Volker Dübener
    Regie, Bühne – Reto Lang
    Kostüme – Brigitte Wolf
    Maske – Monika Malagoli
    Lichtdesign – Michael Grob
    Projektionen – Volker Dübener
    Regieassistenz – Saima Sägesser

  • W E D E R   G L Ü C K   N O   G F E U

    nach Gottfried Kellers Novelle «Romeo und Julia auf dem Dorfe»

    Uraufführung: 15. Februar 2014



    Wegen eines Ackers, der jahrelang brach lag und als Steinhalde diente, zerstreiten sich zwei Bauern. Neid und Rachsucht tun ihr Werk und beide «wärche enander z Leid» wo sie nur können. Diese Ausgangslage bringt über beide Familien grosses Unglück. Keiner will und, je länger die Geschichte anhält, kann nachgeben. Samt Haus und Hof verlumpen alle. Der eine Bauer, Manz, wird faul und der andere, Marti, wird irre, nachdem ihn Sali niedergeschlagen hat. Die eine Bäuerin stirbt, und als die andere sich als Wirtin versucht, geht auch sie zugrunde.


    Ihre Kinder Sali und Vreneli, in Nachbarschaft zusammen aufgewachsen und später einander in Liebe verbunden, sind die Opfer dieses unseligen Zwists. Von ihren Väter argwöhnisch verfolgt und mit Nichts, machen sie sich auf ins Nachbardorf wo sie niemand kennt, landen schlussendlich auf einem Fest von Heimatlosen und verbringen einen einzigen Tag zusammen. Nur dieser Tag ist ihnen gegönnt. Dieser Tag, der Hochzeit und ein ganzes Eheleben bedeutet. Und am Ende eines jeden Lebens steht der Tod.


    Die Geschichte in Gottfried Keller’s Novelle «Romeo und Julia auf dem Dorfe» hat viele Generationen berührt, weil sie eine «exemplarische» Geschichte über Eigennutz, Neid und Verderben der menschlichen Existenz ist, und weil sie die junge Liebe zwischen Sali und Vreneli in einzigartiger Weise erzählt. Der Autor und das Theater überLand haben sich von dieser Geschichte infizieren lassen und glauben, dass sie auch heute noch nichts von ihrer Kraft und Wahrheit eingebüsst hat.

    Besetzung

    Schauspiel – Marlise Fischer
    Schauspiel – Frank Demenga
    Live-Musik – Mats Küpfer

    Backstage

    Autor – Heinz Stalder
    Dramaturg – Reto Lang
    Musik – Mats Küpfer
    Regie, Bühne – Reto Lang
    Kostüme – Brigitte Wolf
    Maske – Monika Malagoli

  • D E R   T E E   D E R   D R E I   A L T E N   D A M E N

    nach dem Roman von Friedrich Glauser

    Uraufführung: 20. Oktober 2012



    Der Engländer WALTER CRAWLEY, Botschaftssekretär eines indischen Randstaates, wird mit Anzeichen einer Vergiftung spät nachts bei der öffentlichen Toilette auf der Place du Molard gefunden. Kurz darauf stirbt er im Spital. Nur wenige Tage später stirbt der Apotheker LEOPOLD ELTESTER ebenfalls an einer Vergiftung. Im Verdacht steht der weltbekannte, doch seit einem Jahr morphiumsüchtige Universitätsprofessor LOUIS DOMINICÉ, der in der Stadt Genf grosses Ansehen geniesst. Zu beiden Toten, Crawley und Eltester, hatte der Professor, der auch mit Giftpflanzen experimentiert, noch am Tag ihres Ablebens Kontakt. Doch solange nicht handfeste Beweise gegen den Professor vorliegen, will der einflussreiche STAATSRAT ARISTIDE MARTINET, der das Genfer Departement für Justiz und Polizei leitet, den berühmten Genfer Professor Dominicé nicht verhaften lassen. CYRILL SIMPSON O’KEY, Geheimagent der englischen Krone, mischt sich, getarnt als englischer Zeitungsreporter, in die Ermittlungen der Polizei ein. Staatsrat Martinet findet Gefallen an dem englischen Reporter und gewährt ihm diplomatische Unterstützung. Martinet pflegt regelmässig Kontakt mit O’Keys Londoner Vorgesetzten, die sehr daran interessiert sind, Informatio­-nen über SIR ERIC BOSE zu erhalten, den Chefdiplomaten jenes indischen Randstaates, für den der ermordete Walter Crawley als Sekretär gearbeitet hat. Die Nachforschungen zum Mord am Botschaftssekretär Crawley führen den englischen Agenten O’Key zur Entdeckung einer gnostischen Sekte, deren noch unbekannter Gründer und Führer «DER MEISTER DER GOLDENEN HIMMEL» genannt wird. Der Meister erpresst die Mitglieder seiner Sekte, um Geld und Macht zu gewinnen. Es wird auch klar, dass der korrupte Genfer Staatsanwalt RENÉ GONTRAN PHILIPPE DE MORSIER seine Finger mit im Spiel hat, dessen Frau ANÉMONE DE MORSIER, als Tee trinkende Dame, Mitglied dieser gnostischen Sekte ist. Hinter den Kulissen liefern sich die beiden Gegenspieler – Staatsrat Martinet und Staatsanwalt de Morsier – einen unerbittlichen Hahnenkampf.Der russische Geheimdienst GPU weiss, dass der tote Botschaftssekretär Crawley ein bedingungsloser Anhänger und enger Vertrauter Professor Dominicés war, und vermuten, dass der Professor von Crawleys Vertragsunterlagen zum Verkauf der Petroleumquellen des indischen Randstaates Kenntnis hat. Der sowjetische Spitzendiplomat BARANOFF versucht den morphiumsüchtige Professor Dominicé betreffend seiner Drogensucht zu erpressen, um so an die Verlagsunterlagen zu kommen. Aber auch «der Meister der Goldenen Himmel» interessiert sich für diese Petroleumquellen. Seit der Vertreibung des MAHARADSCHAS JAM-NAGAR steht der kleine rohstoffreiche indische Randstaat unter englischem Protektorat und wird vom Engländer Sir Eric Bose, als Landesverweser, verwaltet. Sir Eric Bose ist für die noch zu unterzeichnenden Verträge mit der englischen STANDARD OIL verantwortlich, doch mischen sich nun auch die Sowjets mit ihrer CONTINENTAL TRANSOIL in diesen Deal ein. Für Stalin steht die Energieversorgung seines Riesenreiches an erster Stelle, dafür soll seinen Agenten jedes Mittel recht sein. Welches Spiel treibt dabei Sir Erice Bose? Verhandelt er heimlich mit den Sowjets? Zumindest steht er im Verdacht, wie übrigens auch Baranoff, enorme Geldbeträge in die eigene Tasche abgezweigt zu haben. Natalja Kugulina, Agentin 686 des sowjetischen Geheimdienstes GPU, die auf Befehl Baranoffs, ebenfalls in die Sekte des GNOSTISCHEN TEMPELS DER GOLDENEN HIMMEL einzudringen versucht, wäre vergiftet worden, wenn sie nicht von einem gewissen GEORGE WHYSTLER mit einem Gegengift gerettet würde. Georg Whystler entpuppt sich als der Maharadscha Jam-Nagar, ehemaliger Herrscher dieses indischen Randstaates, dem die Ölquellen rechtmässig eigentlich gehören würden. Unvermeidlich verlieben sich die russische Agentin und der weisshäutige Maharadscha, der an einer seltenen Pigmenterkrankung leidet, ineinander.Der «Meister der Goldenen Himmel» wird von Agent O’Key und Staatsrat Martinet entlarvt. Eine kleine Unachtsamkeit hat ihn verraten. Das ganze Konstrukt dieser «gnostischen Sekte» mit ihren «göttlichen Geheimnissen» fliegt auf. Der kleinen Gruppe um Staatsanwalt Philippe De Morsier ging es lediglich um Macht und darum, an das grosse Geld dieses Petroleumdeals heranzukommen. Der ganze religiöse und parapsychologische Aufwand war nichts als Maskerade, dem die Anhänger dieser parapsychologischen Gruppe zum Opfer gefallen sind. Die Russen und die Angelsachsen werden sich weiter um die Petroleumquellen schlagen. Der englische Geheimagent O’Key hat den Fall gelöst und wendet sich neuen, weltumfassenden Aufgaben zu. Staatsanwalt Philipp de Morsier setzt sich diskret im Ausland ab, und dies mit dem persönlichen Segen des Polizeidirektors. Die Frau des Staatsanwaltes, Anémone De Morsier und ihre beiden Helferinnen, die Tee trinkenden Damen, werden dauerhaft ins Irrenhaus interniert. Die regelmässige Anwendung der Bilsenkrautsalbe hat möglicherweise doch einen bleibenden, geistigen Schaden angerichtet. Und der Mörder richtet sich selbst; das heisst, der Selbstmord wird ihm vom Staatsrat Aristide Martinet, einem aktiven Freimaurer, freundschaftlich nahe gelegt. Der Skandal wird unter den Teppich gewischt, in der Calvinstadt kann weiterhin in aller Ruhe geschäftet werden. Ausser gewissen Kollateralschäden ist das Ansehen Genfs gewahrt. Alles ist gut. Es ist nichts passiert! – Circulez!

    Besetzung

    Cyrill Simpson O‘Key / Alastair Nydecker / Maharadscha von Jam-Nagar – Oliver Stein
    Staatsanwalt Philippe Gontan de Morsier / Dr. Valentin Stocker / Kommissar Pillevuit – Frank Demenga
    Staatsrat Aristide Martinet / Baranoff / Dame 3 – Werner Biermeier
    Natascha Kuligina / Dr. Madge Lemoyne /Claire de Morsier (Dame 2) – Karin Wirthner
    Jane Pochon / Dr. Elfriede Eltester – Marlise Fischer
    Professor Luis Dominicé / Sir Eric Bose – Albert Freuler

    Backstage

    Autoren – Philipp Engelmann, Reto Lang
    Regie – Reto Lang
    Bühne – Peter Aeschbacher
    Kostüme – Brigitte Wolf
    Maske – Monika Malagoli
    Musik – Volker Dübener
    Regieassistenz – Daniel Grob

  • E S   L Ä B E   L A N G   D R   G R I N G   A M   B O D E   U   N I E   E   G L O G G E   U M E   H A U S

    von Heinz Stalder

    Uraufführung: 2011



    1994 erhielt Heinz Stalder von der NZZ den Auftrag, den jährlichen Ausflug des Bernischen Verbandes landwirtschaftlicher Angestellter zu begleiten. Das Resultat sollte eine Reportage sein. Diese ist in der Wochenend-Ausgabe vom 22./23. Oktober 1994 erschienen. Danach hatte Heinz Stalder noch so viel Material, dass er sich entschloss ein kleines Epos zu schreiben: «Es ist nichts von mir. Ich habe nur aufgeschrieben was ich gehört habe!»


    Einige Zeit lag der Text bei Marlise Fischer herum, bis sie ihn an der Kulturnacht Köniz das erste Mal vorlas. Die Reaktionen des Publikums ermutigten sie einen Schritt weiter zu gehen, und mit Martin Abbühl eine musikalische Ebene dieser noch nicht ganz vergessenen Welt zu erarbeiten. «Dieser Text bringt mich abwechslungsweise zum Lachen und zum Nachdenken.».

    Besetzung

    Lesung – Marlise Fischer
    Musik – Martin Abbühl

    Backstage

    Autor – Heinz Stalder

  • S C H I F F B R U C H

    Groteske nach der Erzählung «Wassernot im Emmental» von Jeremias Gotthelf

    Uraufführung: 16. Oktober 2010



    Während des verheerenden Unwetters im Emmental erleidet Sir Charles Schiffbruch, verirrt sich und strandet schliesslich auf dem verwüsteten Hof Scherlers. Dort ist man zwar mit dem Leben davongekommen, aber nichts ist mehr wie es war. Alles ist aus dem Lot, auch das Wasser knapp. Die Menschen versuchen wieder Tritt zu fassen, und nicht nur Sir Charles bringt das Unwetter im August1837 vom rechten Weg ab.

    Jeremias Gotthelfs Erzählung «Wassernot im Emmental» liefert dem bekannten Schweizer Autor Heinz Stalder die Vorlage für die zweite Produktiondes Theater überLand.

    Besetzung

    Louise Herren – Charlotte Heinimann
    Anna Scherler – Marlise Fischer
    Herren – Alexander Muheim
    Krummen / Colonel Jones – Kaspar Weiss
    Scherler / Judge Baxter – Daniel Ludwig
    Sir Charles – Frank Demenga
    (Sprecher – Rico Herold)
    (Stimme – Yvonne Baumer)

    Backstage

    Autor – Heinz Stalder
    Dramaturgie, Regie – Reto Lang
    Bühne – Heinz Egger
    Kostüme – Brigitte Wolf Lang
    Maske – Monika Malagoli
    Musik – Volker Dübener
    Regieassistenz – Yvonne Baumer

  • D I E   T O T E   I M   W E I H E R

    Ein Kriminalfall aus dem Schweizer Mittelland

    Uraufführung: 17. Oktober 2009



    Kathy Moser war während beinahe zwanzig Jahren als Kommissarin der Berner Kantonspolizei im Ringhof tätig. Nach einer heftigen und emotionalen Auseinandersetzung mit einem Polizeivorgesetzten wird sie fristlos entlassen. Zur Not findet sie nun eine Anstellung als Moderatorin des Regionaljournals TV-Mittelland.

    Vor knapp einem Monat wurde in Schertlingen die Leiche der 25-jährigen Anna Gerber aus dem Dorfweiher geborgen. Im bis vor kurzem völlig ereignislosen Ort ist seither der Teufel los: Im kommenden Monat soll das Gemeindepräsidium neu bestellt werden. Der Gemeindepräsident Ruedi Gerber, Vater der Ermordeten und Inhaber der grossen Schertlinger Schweinezüchterei, bewirbt sich, trotz der entsetzlichen Familientragödie,wieder für das Amt. Unerwartet kandidiert auch der ehemalige Oberrichter und jetzige Rechtsdozent Dr. Alfred Roth, der mit Anschuldigungen gegen seinen ehemaligen Parteikollegen Ruedi Gerber einen internen Parteizwist auslöst. Nun interessieren sich auch die überregionalen Medien für den Wahlkampf: Der Regionalsender TV-Mittelland versucht mit einer populistischen Berichterstattung aus der Geschichte Kapital zu schlagen und schickt Kathy Moser in der aufgeladenen Situation als Korrespondentin ins Schertlinger Regionalbüro.

    Die beiläufige Bemerkung des Schertlinger Kantonspolizisten Armin Werren, über der Familie Gerber «hänge schon seit Jahren ein Fluch», führt Kathy Moser zu einer schon lange ad acta gelegten Mordgeschichte. Vor 25 Jahren hatte der damals 26-jährige Bauernsohn Ueli Gerber in Untersuchungshaft Selbstmord begangen, als er aufgrund der Ermittlungen verdächtigt wurde, den Bauern Dölf Abegglen auf seinem Hof ermordet zu haben. Später wurde Ueli Gerber tatsächlich des Mordes als schuldig befunden. Während ihren Recherchen stösst Kathy Moser auf ein wichtiges Detail: Der damals ermittelnde Staatsanwalt war kein anderer als Dr. Alfred Roth. Nun überstürzen sich die Ereignisse und die in Vergessenheit geratene Mordgeschichte wird wieder zur Tagesaktualität, die das ganze mittelländische Dorf in seinen gesellschaftlichen und politischen Grundfesten aus dem Gleichgewicht zu bringen droht.

    Besetzung

    Kathy Moser – Marlise Fischer
    Renate Gerber – Silvia Jost
    Hanspeter Gerber – Daniel Ludwig
    Hubert Gerber – Andreas Beutler
    Dr. Alfred Meyerhofer – Frank Demenga

    Backstage

    Autor – Philipp Engelmann
    Übersetzung – Marianne Weber-Peyer
    Musik – Dany Nussbaumer
    Regie – Reto Lang
    Bühne – Heinz Egger
    Kostüme – Brigitte Wolf
    Maske – Monika Malagoli
    Regieassistenz – Yvonne Baumer