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Produktion 2012

"Der Tee der drei alten Damen" - so heisst die neuste Uraufführung des Theater überLand, die im Oktober 2012 auf die Bühne kommt. Auch dieses Mal wieder unter der Flagge, Themen der Schweizer Literatur, Politik und Gesellschaft spiel- und geniessbar zu machen.
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Kulturpreis der Stadt Langenthal 2011

Der Kulturpreis wurde dem Theater überLand am 16.11.2011 verliehen. Der öffentliche Festakt fand im Stadttheater Langenthal statt.
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Aktuell: Es Läbe lang...

Das Kleinkunstprojekt "Es Läbe lang dr Gring am Bode u nie e Glogge ume Haus" des Theater überLand ist nach der Premiere im La Cappella (Bern) auf Tournee. Aufführungen können gebucht werden.
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News Archiv

"Es Läbe lang dr Gring am Bode u nie e Glogge um e Haus"

16.01.2012

Mundart-Epos von Hein Stalder Text mit Marlise Fischer, Musik von und mit Martin Abbühl. Der Musiker, Martin Abbühl, in „Es Läbe lang…“, ist mit seiner Band „Swing Express“ für den Swiss Jazz Award 2012 nominiert. Wer seine Stimme auch abgeben möchte: www.swissjazzaward.ch/de/ Unsere Kleinkunst-Produktion bleibt für längere Zeit im Repertoire des Theater überLand. Die laufenden Vorstellungen werden jeweils auf der Website bekannt gegeben.

1994 erhielt Heinz Stalder von der NZZ den Auftrag, den alljährlichen Ausflug des Bernischen Verbandes landwirtschaftlich Angestellter zu begleiten und eine Reportage zu schreiben. Daraus entstand später eine Mundart-Fassung in gebundener Form.
Vor allem die Pensionierten nehmen am Ausflug teil, und sie empfinden sich immer noch als Knechte und Mägde, nicht als landwirtschaftlich Angestellte. Das Verhältnis zum Arbeitgeber, sprich Meister, hat ihr Leben bestimmt. Die Arbeit und der Mangel, das Vieh und das Feld. Dass am Lebensabend die AHV winkt und eine massive Verbesserung ihrer Situation zur Folge hat, wird wohl wahrgenommen aber nicht wirklich genossen. Die lebenslange Abhängigkeit vom Bauern, hat die Aggression zur Gewohnheit werden lassen.
Und trotzdem scheint der Humor nicht verloren gegangen zu sein. Für den Städter gibt es Erstaunliches zu hören: von Blut- und Leberwürsten bis zum politischen Weg des Kanton Jura, vom Umgang mit Kühen bis zu den französischen Frauen, vom Bschüttfass bis zu den neuen Hüftgelenken. Die Ortschaften ziehen vorbei, nach Znüni- , Zmittags- und Zvierihalt bleibt am Schluss die Frage, ob im nächsten Jahr noch genug Teilnehmer für den Ausflug da sein werden.

Martin Abbühl begleitet mit seiner Geige diese Menschen, lässt sie träumen und streiten, nimmt sie mit in Abgründe, scherzt mit ihnen. Nicht immer sind die landwirtschaftlich Angestellten mit dieser  -  meist jazzigen und bluesigen  -  Musik einverstanden, aber man arrangiert sich und der Gesprächsstoff geht ja nicht aus.
Marlise Fischer erzählt und dialogisiert, lässt eine Welt mit Knechten und Mägden aufleben, eine nicht immer leicht zu verdauende Kost: behaupten, witzeln, fachsimpeln, von der Vergangenheit träumen, politisieren und immer wieder behaupten.
Eine Schauspielerin und ein Musiker. Mit den Mitteln der schauspielerischen und musikalischen Gestaltung bringt dieser Abend einen einzigartigen Text auf die Bühne, teils rezitierend, teils im direkten Dialog, selbst die Müdigkeit nach dem „Zmittag“ hat Platz.

DER  AUTOR
Heinz Stalder   -  Autor

Heinz Stalder wurde in Allenlüften bei Bern geboren. Sein literarisches Werk umfasst Romane, Hörspiele, literarische Reportagen und Theaterstücke mit Uraufführungen am Schauspielhaus Zürich,  den Theatern Bern, Graz und Luzern. Er erhielt für sein Schaffen zahlreiche Preise. Zu seinen Stücken gehören unter anderem „Ein Pestalozzi“, „Lerchenfeld, Knorz und Loch“, „Fischbach oder Wi Ungehüür us Amerika“ und mehrere Bearbeitungen für das Landschaftstheater Ballenberg. 2010 kam an den Freilichtspielen in Andermatt „Suworow“ zur Uraufführung. Ebenfalls 2010 produzierte das Theater überLand die Uraufführung „Schiffbruch“.

DER  MUSIKER
Martin Abbühl   -   Musiker

Nach einigen Jahren Violineunterricht am Konservatorium in Bern taucht Martin Abbuehl in die Welt der Folkmusic ein. Vorbilder wie Grappelli, Stuff Smith und später auch Jean-Luc Ponty weisen ihm den Weg zum Jazz. Mangels einer Lehrkraft für Jazzvioline, folgt ein Studium an der Swiss Jazz School als Gitarrist. Noch während dieser Zeit entdeckt Abbuehl die unerschöpflichen Möglichkeiten der Elektrovioline.
Fasziniert von der Musik von Django Reinhardt und Stephane Grappelli gründet er mit dem Berner Gitarristen Fere Scheidegger die Hot Strings. Zahlreiche Konzerte und vier CD werden produziert. Ende 2000 die Gründung einer Fusionband: Sägewerk.01. Im Sommer 2004 entsteht neu die Formation Swing Express, die sich ganz dem „swing manouche“ verschrieben hat.
Nebst der Mitarbeit in diversen Formationen (z.Bsp. Asita Hamidi’s Arco Baleno 94-95; Bluespower90-91; A tazza e cafe etc.) arbeitet Martin Abbuehl als Jazzgeigenlehrer in Köniz, BE und ist gelegentlich Gastdozent an verschiedenen Workshops wie beispielsweise Jazznights Langnau oder Esta.

 DIE  SCHAUSPIELERIN
Marlise Fischer   -   Schauspielerin

Seit 35 Jahren Schauspielerin, ab 1995 in der Schweiz und in Deutschland freischaffend; hat u.a. in Bern, Solothurn, Kreuzlingen, St. Gallen, Luzern, Zürich, Chur, Frankfurt a/M, Ingolstadt, Berlin und 2003/05 im Ballenberg gespielt; 1999 Schauspielpreis des Bayerischen Theatertreffens. Ist zeitweise in der Ausbildung für junge Schauspieler tätig und gibt Kurse im Portal „besserkönnen“. Seit Oktober spielt sie die Rolle der Anna Scherler in „Schiffbruch“ von Heinz Stalder.